 Kiel ist die Hauptsstadt des Landes Schleswig-Holstein. Die Gründung der Stadt
geht auf den Zeitraum von 1233 bis 1242 zurück. Heute leben in Kiel in etwa
230
000 Einwohner. Kiel hat eine lebhafte Geschichte hinter sich mit wechselnden
Einflüssen, die die Stadt beeinflusst und grundlegend verändert haben. Dies ist
auch ein Problem für Kiel, da die Stadt sich in einem fortwährenden Selbstfindungsprozess befindet, der genau genommen noch bis heute andauert.
Wer in dieser Stadt mit
800-jähriger Geschichte eine malerische, verwin-kelte Altstadt mit repräsentativen Gebäuden und Plätzen erwartet, der wird
enttäuscht sein. Zeugen der Vergangenheit finden sich nur vereinzelt und
verstreut in der Stadt. Imposant ist das Rathaus an der Fleethörn mit dem
angrenzenden Stadttheater, wobei anzumerken ist, dass das Rathaus relativ
neuen Ursprungs ist und 1911 erbaut wurde.
Der Hauptbahnhof ist renoviert und saniert worden und das Ergebnis
kann sich durchaus sehen lassen, wenn auch nicht so imposant wie er es
ursprünglich einmal war. Der zweite Weltkrieg hat Kiel nachhaltig
verändert. Als Reichskriegshafen war Kiel im Krieg ein
Ziel erster Klasse für die Bomber. Kiel musste einen
hohen Preis zahlen und wurde zu 80% zerstört. Dem Bombenhagel vielen viele historische Gebäude zum Opfer, wie zum
Beispiel das "Alte Rathaus" am Markt.
Die Christian-Albrechts-Universität in
Kiel wurde 1665 von Christian Albrecht von Holstein-Gottorf im Kieler Schloss gegründet und bietet
heute 21000 Studierenden einen Studienplatz. Am Ende des 19ten Jahrhunderts
wurde die Hochschule durch zahlreiche, von Gropius entworfenen Neubauten, den
gestiegenen Studentenzahlen angepasst. Ein Teil dieser Gebäude existiert noch
heute und und ist Teil des Uniklinikums. Die alten Universitätsgebäude in der
Nähe des Schlosses wurden im Zweiten Weltkrieg, wie so vieles in Kiel,
weitgehend zerstört. Ein Neuanfang wurde nach dem Krieg am Stadtrand vollzogen,
an der heutigen Ohlshausenstraße. In den 70er Jahren wurden das neue Sportzentrum
der CAU, Fakultätenblöcke und ein neues Physikzentrum errichtet. Im Jahre
2001 folgte schließlich die neue Universitätsbibliothek.
Die Universität Kiel
hat ein international anerkanntes Renommee in den Bereichen Meeresbiologie,
Geschichtswissenschaft, Medizin, Volkswirtschaftslehre und Nordistik. Über einen
herausragenden Ruf verfügt das Institut für Weltwirtschaft. Aus dem Institut für
Meereskunde (IfM) und dem Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften (GEOMAR)
entstand 2004 an der Schwentinemündung das Leibnitz-Institut. Unweit davon
befindet sich die Fachhochschule Kiel im Ortsteil Kiel-Dietrichsdorf. Wenn es in
den Medien um Klimaschutz oder Wirtschaftsthemen geht,
dann werden Kieler Wissenschaftler gerne zur
Stellungnahme gebeten. Also Gründe genug, um auf die
Forschung und Lehre in unserer Landeshauptstadt stolz zu
sein!
Kiel wurde schon immer durch das Meer
geprägt, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Das niemand an die unselige "Tradition" des
Reichskriegshafens anknüpfen mag, ist wohl keinem zu
verdenken. Nach dem Krieg wurde das Ostufer und die
anliegenden Stadtteile durch die Werft mit tausenden von
Beschäftigten geprägt. Das ganze rechte Ufer auf dem
obigen Bild war Werftgelände bis über die
Schwentinemündung hinaus, an der die gesamte Deutsche
Fischerei-Hochseeflotte beheimatet war. Heute benötigt
HDW nur noch einen Bruchteil des Geländes markiert durch
den blauen Portalkran rechts im Bild.
Das Erscheinungsbild des Hafens hat sich
bis heute grundlegend gewandelt. An den Fährterminals
nach Norwegen und Schweden liegen regelmäßig die größten
Fährschiffe der Welt. Kiel ist eine erste Adresse für
Kreuzfahrtschiffe geworden, die das Bild des Hafens
bestimmen. Jährlich laufen Kiel mehr als 100 Kreuzfahrtschiffe mit 150.000 Passagieren an. Das
Einmalige an Kiel ist, das dies in unmittelbarer
Sichtweite und Nähe zur Innenstadt geschieht. Bummeln
Sie vom Alten Markt die Holstenstraße hinunter über den
Berliner Platz bis zum Einkaufszentrum Sophienhof
gegenüber dem Hauptbahnhof. Immer wieder öffnet sich der
Blick zum Hafen mit seinen "Ozeanriesen". Gehen Sie
spazieren an der Kiellinie, vorbei am
Seehundbecken des
Institutes für Meereskunde, der Landesregierung mit dem
Plenarsaal an der Förde, dem traditionsreichen Kieler
Yachtclub und sehen Sie in der Ferne die Schiffe die
den
Nord-Ostseekanal passieren, die meistbefahrene
Wasserstraße der Welt!
Das Ganze wird während der Kieler Woche
noch übertroffen. Unzählige Traditionssegler, Segelboote
und Dampfer machen in der Hörn und den Anlegestellen
längs der Förde fest. 3 bis 4 Millionen Besucher treffen
sich zu einem der größten Volksfeste Europas. Das Ufer
ist von Ständen umsäumt, auf Bühnen finden kostenlose
Lifekonzerte statt und draußen in Schilksee wird auch
gesegelt!
Kiel ist nicht zuletzt ein idealer
Standort, um von hier aus das sehenswerte Umland zu
erkunden. Man sollte keinesfalls das Seebad Laboe
versäumen oder das Freilichtmuseum im nahen Molfsee. Es
ist nur ein Katzensprung zu den Karl-May Festspielen in
Bad Segeberg, zur Fünf-Seenfahrt in der Holsteinischen
Schweiz oder nach Schleswig und an die
Schlei.
Machen Sie sich
einen Eindruck von Kiel mit Fotos aus der
Landeshauptstadt und nicht nur der Hafen ist sehenswert!
Zu den Foto-Impressionen..
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